Der Wind kommt vom Meer
Am Horizont, dort,
wo das Auge seine Freude findet,
wo sich Himmel und Wasser mischen
ein Farbkasten mit Blautönen
nur eine Ahnung von Kontur
da kommt er her, der Wind vom Meer.
Es ist früh,
schlafende Vögel soll man nicht wecken,
ein kleines Fischerboot
fährt dem Horizont entgegen,
das Ende der Welt, oder der Anfang?
Der Wind kommt vom Meer,
doch noch versteckt er sich irgendwo,
schlafende Winde soll man nicht wecken.
Das kleine Boot
könnte ihn sehen, in seinem Versteck, vielleicht!
Rosa Schichten kommen hinzu,
die Sonne erwacht,
eine schlafende Sonne kann man nicht wecken,
sie kommt und weckt uns,
wann immer sie will.
Ein glutroter Ball taucht auf aus dem Meer,
Konturen gewinnen
mit wärmender Kraft
Rosa, Purpur, Orange und Gelb.
Jetzt müsste man es doch sehen
des Windes Versteck,
viel Zeit hat er nicht mehr
dann muss er heraus,
denn der Wind kommt vom Meer.
Ich werde hier warten in meinem Versteck,
das Gesicht und die Nase hab’ ich erhoben,
ich kann ihn schon riechen,
bald ist es soweit,
denn der Wind kommt vom Meer.
